Für mich ein ganz besonderes Highlight............von Franziska Wolf
Nicht nur wegen der beeindruckenden Bergkulisse und der anspruchsvollen Strecke, sondern vor allem, weil dieser Ort für mich seit über 20 Jahren wie ein zweites Zuhause ist. Bereits im letzten Jahr durfte ich hier an den Start gehen, und mit dieser Erfahrung im Gepäck war mein Ziel klar: meine damalige Zeit deutlich zu verbessern. Die Vorbereitung lief gut, die Motivation war hoch – und das Rennen begann vielversprechend. Die 21,1 Kilometeter lange Strecke rund um das Langkofelmassiv mit rund 1.000 Höhenmetern im uphill und downhill fordern einem alles ab, und bis Kilometer 17 war ich voll auf Kurs. Alles deutete darauf hin, dass ich meine Zeit vom Vorjahr um etwa 20 Minuten unterbieten könnte. Ich fühlte mich stark, der Rhythmus passte. Doch dann kam der unerwartete Moment: Bei einer Downhill-Passage führte eine kleine Unachtsamkeit zu einem Sturz. Zum Glück war sofort ein Streckenposten der Bergwacht zur Stelle und kümmerte sich um mich. Zu diesem Zeitpunkt war mein Knöchel weder angeschwollen noch verfärbt (was sich im Ziel schnell änderte), sodass ich mich entschied, die verbleibenden vier Kilometer zumindest gehend bis ins Ziel zu bewältigen. Mit viel Durchhaltewillen (und Adrenalin) erreichte ich schließlich das Ziel nach 3 Stunden und 41 Minuten – und finishte damit die 8te Version des Saslong Halbmarathons. Direkt im Anschluss ging es für mich ins Sanitätszelt, wo ich bestens versorgt wurde.
Im Nachhinein bleibt vor allem eines: Dankbarkeit. Denn der Sturz hätte deutlich schlimmer ausgehen können – nur einen Meter weiter links und ich wäre den Hang hinuntergestürzt. So hatte ich letztlich Glück im Unglück. Nun heißt es für mich, die kommenden Wochen etwas kürzerzutreten, den Körper zu schonen und schweren Herzens die Wettkampfpläne für Juni und Juli zu streichen.