Mainfranken Triathlon -05.08.2023-

Da darf man auch mal fremdgehen.........
 
Der Mainfranken Triathlon ist alljährlich ein Highlight der Sportveranstaltungen im Landkreis Kitzingen. Unser Laufteam unterstützt diese Veranstaltung regelmäßig und übernimmt die Absicherung der Laufstrecke, so auch bei der 14.Auflage am 5. August.
 
Nachdem ich schon mehrfach als Streckenposten die Veranstaltung miterleben durfte und es mich regelmäßig in den Füßen gejuckt hat, hatte mich in diesem Jahr die Anfrage meiner Schwimmkollegen von der Wasserwacht in Ochsenfurt spontan begeistert: die wollten eine Staffel mit alten Herren machen, die noch richtig gut drauf sind. Nachdem ich wusste, wie gut mein Vereinskollege Gerhard Weth schwimmt und wie viele Kilometer Edgar Günzel in diesem Jahr schon in den Beinen hatte, fühlte ich mich geehrt, die Laufstrecke übernehmen zu dürfen. Kurz unser Alter summiert und dann haben wir uns als Team Patsch Nass 205 für die olympische Disziplin angemeldet (1,67 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen).
 
Man merkt direkt, dass dieser Triathlon mit viel Erfahrung und Routine organisiert wird und auch als Neuling weiß man schnell, wie es läuft. Als Staffelteilnehmer verbringt man im Vergleich zu den Laufveranstaltungen viel mehr Zeit mit den anderen Wettkampfteilnehmern in der abgeschlossenen Wechselzone, wobei der Adrenalin-Spiegel konstant hoch bleibt, nicht zuletzt durch den Erfahrungsaustausch unter den Athleten. 
 
Die Schwimmdisziplin ist in Kitzingen allgemein sehr beliebt, da die Strömung die Schwimmer gut unterstützt und die Wellen nicht all zu hoch sind. Trotzdem war ich überrascht, wie schnell die Schwimmer wieder in der Wechselzone waren (insbesondere die Mädels!) und auf's Rad umgestiegen sind, bzw. den Transponder an den Radfahrer übergeben haben.
 
Nach gut 19 Minuten ging Edgar auf die Radstrecke, und ich hatte genau 1 Stunde und 21 Minuten Zeit, mich auf meinen Lauf vorzubereiten: das gelang perfekt am Verpflegungsstand der Familie Will mit Obst, Kuchen, alkoholfreiem Bier, Wasser und Iso-Getränken. So gut bin ich vor einer Laufveranstaltung noch nie verpflegt worden. Gleichzeitig motivieren die Gespräche mit Gleichgesinnten und Bekannten. Das Dettelbacher Team um Andreas Benchert hatte es ganz konkret darauf angelegt, uns abzuhängen und wir waren gespannt, wer von uns als erster auf die Laufstrecke gehen durfte. Andi durfte am Ende fast fünf Minuten vor mir auf die Strecke und brauchte nicht befürchten, noch überholt zu werden.
 
Nachdem ich den Transponder endlich übernommen hatte, durfte ich auf die bestens bekannte Laufstrecke: das war von unserem Team perfekt organisiert und ausgeschildert und meine Angst um Konflikte mit den Radfahrern kurz vor der Wechselzone war völlig unbegründet. Zwei Wasserstellen auf der Strecke sind mehr als ausreichend und auf der Strecke freut man sich immer wieder über die bekannten Gesichter.
 
Man merkt auf jedem Meter, dass unsere Streckenposten selbst laufen und genau wissen, was sie tun. Da vergehen die beiden Runden wie im Flug und im Zielkanal wird man von den Staffelkollegen begleitet und quasi durch's Ziel getragen. Gut gefallen hat mir die Laufstrecke ohne eine einzige Kreuzung mit dem Autoverkehr. Die Treppe am Ende der Runde halte ich für wirklich gefährlich,  da man ja genau hier nochmals richtig Gas geben möchte. Da sollte man sich im kommenden Jahr etwas einfallen lassen lassen, zumal die Laufstrecke deutlich kürzer als 10 km war. 
 
Mein Fazit ist also rundum positiv und ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, diesen Triathlon möglich zu machen. Das war bestimmt nicht meine letzte Teilnahme an einer Triathlon-Staffel und ich kann nur jedem aktiven Läufer empfehlen,  so etwas mindestens einmal zu machen. Vielleicht bekommen wir ja im nächsten Jahr eine Staffel unseres Laufteams zusammen.......so ganz schlecht schwimme ich nämlich nicht!